Philosophie


Schmuck aus Porzellan:


Der Begriff Schmuck bedeutet Schmücken und Schmücken auch Schmiegen. Der Schmuck ist ein skulpturaler Schmuck, der sich an den Körper der Trägerin anschmiegt und mit ihr eine Symbiose eingeht. Er unterstreicht ihren individuellen Ausdruck, ihre Träume und Sehnsüchte, ihre Zugehörigkeit. Er sucht eine selbstbewusste Trägerin, die sich gerne mit schönen Luxus umgibt, die sich durch ihn in eine emotionale Sphäre leiten lässt...

Der feminine Schmuck mit seinen weichen Grundformen wird der Trägerin gerecht. Er ist auffallend, aber nicht aufdringlich.


Die Kombination edler Materialien charakterisieren den Schmuck - Edles Porzellan, Edelsteine und Edelmetalle werden durch eine eigenwillige Art und Weise zu einer neuen Art von Schmuck verbunden. Er wird in einer limitierten Auflage von je 50 Stück weltweit vertrieben. In den unterschiedlichen gestalterischen Ausführungen , sind meine unterschiedlichen Facetten erkennbar. Je nach Stimmung und Vorlieben gibt es Schmuckstücke von verspielt-pompös zu zart und still, geprägt durch unterschiedliche Bearbeitung und Materialkombinationen.


Wichtig ist mir in meinen Schmuckkreationen die Verbindung zwischen alter Tradition und Moderne.


„Für mich ist Schmuck etwas Beständiges, ein Geschichtenerzähler, Erinnerung... Schmuck hat mit Emotionen und Gefühlen zutun. Getragen ist mein Schmuck nicht nur die kleine Skulptur um den Hals, sondern er beginnt mit der Trägerin zu leben....“



Warum Porzellanschmuck...? :


Während meines Studienprojektes an der Fachhochschule für Edelstein- und Schmuckdesign mit dem Thema "Verbindung von Porzellan und Edelsteinen" kam der erste Kontakt mit dem besonderen Material Porzellan zu stande. Nach anfänglich verzweifelten Versuchen mit dem Porzellan zu arbeiten, entschloss ich mich 2001 meine Studien in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH fortzusetzen. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Porzellan und Porzellangestaltung hatte die ersten Schmuckstücke und eine erwachte Leidenschaft für Porzellan zur Folge. Ein Grund für die Faszination war der besondere Charakter des Porzellans. Es ist sehr willensstark aber trotzdem sehr zart und sensibel. Bearbeitungsspuren werden z.B. erst nach dem Brand wieder sichtbar, in Form von ungewollten Verformungen oder plötzlich vorhandenen Gussnähten. Das eigenwillige und doch so zarte Material war für mich der Grund auch weiter mit ihm zu arbeiten.


Der Kontakt zur Porzellan-Manufaktur Meissen festigte sich in der Diplomarbeit 2003. Das Thema war "Schmuck aus Porzellan". Im Herbst 2004 ging die bisherige Projektarbeit in eine vertragliche Partnerschaft über. Im Frühjahr 2005 wurde die erste Kollektion eingeführt und der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert.


Das gebrannte Porzellan bearbeite ich teilweise zweckentfremdet eher wie einen Edelstein, indem ich es teilweise wieder zersäge oder graviere. Durch diese untypische Bearbeitungsmethode von Porzellan entstehen neue Erscheinungsbilder.


Einige Schmuckstücke sind aus Porzellanscheiben und Edelsteinscheiben geschichtet, wieder zusammengesetzt und wie ein Edelstein verschliffen worden. Edelsteine sind eine weitere Faszination für mich, es sind natürlich gewachsene Individuen, von dem kein Stein dem anderen gleicht. Diese Eigenschaften passen schon charakterlich sehr gut zu dem Porzellan. Eine völlig neue Materialkombination im Schmuckbereich entstand aus diesen Experimenten. Besonders geeignet ist das Hartporzellan für diese Materialkombinationen, da es eine ähnliche Härte (Härte 7) und andere qualitative Eigenschaften hat, wie z.B. Bergkristall.


In anderen Schmuckstücken werden Edelsteine, wie z.B. Turmaline, blaue und gelbe Saphire und Rubine in das Porzellan eingelassen. Die Steine betonen Erhebungen auf den Porzellanhohlkörpern - wie eine spriessende Blüte.


Die Porzellankörper sind Hohlkörper und dadurch im Verhältnis zur Grösse recht leicht. Ein Herstellungsprodukt, was sich in Porzellan einfacher umsetzen lässt, als in Stein.


Der Schmuck ist ein Synonym für eine Verbindung von edlen Materialien und von Tradition und Moderne, das leicht "verstaubte" Image von Porzellan bekommt einen neuen moderen Bezug.